Im Zentrum der politischen Verständigung spätestens seit der Wiedervereinigung Deutschlands stehen Fragen der Fortentwicklung der staatlichen Ordnung. Veränderte Rahmenbedingungen erforderten eine komplexe Debatte vielfältiger Aspekte zukunftsfähiger Staatlichkeit. In dieser Komplexität nehmen Fragen der Sozialstaatlichkeit unter den Bedingungen einer globalisierten Wirtschaftsordnung einen herausragenden Platz ein. Diese Fragen reichen auch tief in die gesellschaftliche Verständigung nach dem Fall der Mauer. Auf welchen Wandel wir uns einzustellen haben, ist unter historischen und rechtspolitischen Aspekten zu erschließen.
Referenten
Moderation
Klemens Kindermann
Abteilungsleiter "Wirtschaft und Gesellschaft"
Deutschlandfunk
Prof. Dr. Bernhard Vogel
Thüringer Ministerpräsident a.D.
Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Bernhard Vogel wurde 1932 in Göttingen geboren.
Humanistisches Gymnasium in Gießen und München
1953 Abitur in München
Studium der Politischen Wissenschaft, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft in Heidelberg und München
1960 Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit zum Thema "Die Unabhängigen in den Kommunalwahlen westdeutscher Länder" bei Dolf Sternberger
Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg
1961 - 1967 Lehrbeauftragter am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg
Gleichzeitig Arbeit in der Erwachsenenbildung
1967 - 1976 Kultusminister von Rheinland-Pfalz
1970 - 1976 Im jährlichen Wechsel Vorsitzender oder Stellvertretender Vorsitzender der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK)
1972 - 1976 Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
1976 - 1988 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
1981 - 1982 Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz
1976/1977 und 1987/1988 Präsident des Bundesrates
1976 - 1988 Vorsitzender der Rundfunkkommission der Ministerpräsidenten
1979 - 1982 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit
seit 1979 Vorsitzender, 1992 - 2007 stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Zweiten Deutschen Fernsehens
1989 - 1995 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung
1996 - 1997 Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz
1992 - 2003 Thüringer Ministerpräsident
2001 bis 2009 (ehrenamtlicher) Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung
seit 2010 Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung
Material
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Peter Masuch
Präsident des Bundessozialgerichts, Kassel
Peter Masuch wurde 1951 in Westerstede im Landkreis Ammerland geboren.
1970 Abitur am Hölty-Gymnasium Wunstorf
1970 - 1972 Wehrdienst bei der Luftwaffe, Leutnant der Reserve
1972 – 1978 Einstufige Juristenausbildung Universität Bremen
anschl Werkvertrag Universität Bremen
1979 - 1980 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundessozialgericht Kassel
1980 Ernennung zum Regierungsrat z.A.
1980 Richter am Sozialgericht Bremen
1982 Ernennung zum Richter am Sozialgericht Bremen
1985 – 1986 Abordnung/Erprobung Bundessozialgericht
1990 Ernennung zum Richter am Landessozialgericht Bremen
1993 – 1995 Abordnung Bundesverfassungsgericht (BVR Prof. Dr. Th. Dieterich/Dr. R. Jaeger)
1996 Richter am Bundessozialgericht Kassel (8./10. Senat; ab 2001 9./10. Senat. seit 1.7.2007
stellvertretender Vorsitzender des 7./8. Senats)
1998 Wahl zum Vorsitzenden des Richterrates des Bundessozialgericht (Wiederwahl 2002 und 2006)
im Dezember 2007 zum Präsidenten des Bundessozialgerichts in Kassel ernannt.
Außerdienstliche Tätigkeiten:
1986 Eintritt Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Kreisvereinigung Osterholz
seit 1995 Kreisvorsitzender,
2004 Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe (Marburg)
Veröffentlichungen ua in Gemeinschaftskommentar SGB III, Luchterhand Verlag (ua § 146),
Bandherausgeber SGB IX/Hauck/Noftz, Erich Schmidt Verlag Berlin, Festschrift 50 Jahre BSG
Herr Masuch ist verheiratet und hat zwei Kinder.
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Klemens Kindermann
(Moderation)
Abteilungsleiter "Wirtschaft und Gesellschaft"
Deutschlandfunk
Geboren am 5.6.1963 in Berlin, er war für die dpa im Ruhrgebiet und als Politk-Korrespondent in Berlin tätig, bis er 1997 zum Handelsblatt wechselte, seit 2002 Chef des Politik-Desks des Handelsblatts, seit 2004 auch stellvertretender Leiter des Großressorts Wirtschaft & Politik (Innen- und Außenpolitik). Dort verantwortete er zunächst die Energie- und Umweltpolitik und war Koordinator für die Berichterstattung aus den Bundesländern. Im September 2009 wechselte Klemens Kindermann als Abteilungsleiter "Wirtschaft und Gesellschaft" zum Deutschlandfunk nach Köln.
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